Seite auswählen

Viele Menschen wissen, dass sie unglücklich sind. Aber noch mehr wissen nicht, dass sie glücklich sind.

Albert Schweitzer

Unser Angebot zu Krisenintervention & Trauma

Krisenintervention & lösungsorientierte Trauma-Arbeit
(Inhouse-Fortbildung)

Diese Fortbildung richtet sich an psychosozial Helfende und Beratende aus den Bereichen ASD, Interkulturalität, Umgang mit Geflüchteten, Jugendhilfe usw.  Wir vermitteln interdisziplinär theoretisches Hintergrundwissen zum Thema Trauma verbunden mit praktischen Methoden und Interventionen aus dem systemisch-lösungsorientierten Ansatz zum Umgang mit Menschen, die möglicherweise besonders starke Belastungen erlebt haben oder noch erleben müssen.

Die 4 Bausteine bauen aufeinander auf, können jedoch auch getrennt gebucht werden. Voraussetzung dafür ist immer der Besuch des Bausteins Trauma-Basics 1.

Wir bieten die Fortbildung zunächst als Inhouse-Kurse an, da wir davon überzeugt sind, dass es auch für die oft belastete Zusammenarbeit in Helfer-Teams nützlicher ist, wenn alle gemeinsam sich zu diesem Thema fortbilden. Gerne richten wir auf Anfrage auch Termine für Teams und Gruppen in unseren Räumen in Darmstadt ein.

 

Trauma-Basics 1: Krisenintervention & Trauma-Arbeit

Was ist eigentlich (k-)ein Trauma? Woran kann ich als haupt- oder ehrenamtlich Helfende(r) erkennen, dass mein Gegenüber möglicherweise etwas Schlimmes erlebt hat? Wie soll ich mich dazu verhalten? Und wie kann ich trotz kultureller Fremdheit, und manchmal unerwartetem Beziehungs-Verhalten meiner Klienten eine unterstützende Arbeitsbeziehung so aufbauen und stabilisieren, dass es für alle Beteiligten stimmig und hilfreich ist?

Die noch junge systemisch-lösungsfokussierte Trauma-Arbeit fokussiert darauf, dass wir es in der psychosozialen Praxis sehr viel häufiger mit Traumatisierungen zu tun haben, als uns klar ist. Gleichzeitig verfügen traumatisierte Klienten oft über enorme Kompetenzen und Ressourcen im Sinne ihrer Überlebenskraft (Resilienz), mit der wir sehr gut arbeiten können.

Hier wird veranschaulicht, welche Arten von Traumata es gibt, wie sich zeigen, wie wir sie „lesen“ lernen können und wie wir traumatisierten Menschen professionell so helfen können, sich zu stabilisieren, dass sie ihre aktuellen Krisen bestmöglich bewältigen und zur Ruhe kommen können. Dabei geht es auch darum, wie wir eine optimale, die Helfenden schützende und auch ihre Bedürfnisse achtende Beziehung zum Klienten aufbauen können. Haltungen, Konzepte und Methoden aus der systemisch-lösungsfokussierten Trauma-Arbeit werden vorgestellt und können erprobt werden.

Themen:

  • Basiswissen Trauma & Resilienz als 2 Seiten einer Medaille
  • Basiswissen Krisenintervention & Trauma – was tun, was lassen?
  • Das Toleranz-Fenster zum Verständnis traumatisierten Verhaltens
  • Was passiert im Gehirn, wenn ein Trauma geschieht?
  • Praxis-Übungen zur Stabilisierung von Traumatisierten und Nicht-Traumatisierten
  • Wie können Helfende im Trauma-Kontext sich wirksam abgrenzen und schützen?

Methoden:

Kurz-Inputs, Praxis-Übungen zur Stabilisierung & Krisenintervention, Fall-Arbeit und weitere Interventionsplanung, Feedback

Dauer: 2 Tage

Leitung: Dr. Ariane Bentner oder Susanne Gronki

 

Trauma-Basics 2: Stabilisieren & integrieren.
Stärkung der Resilienz bei Traumatisierten

Menschen verfügen über die Fähigkeit, auch sehr belastende Situationen so verarbeiten zu können, dass sie nicht lebenslang daran leiden müssen. Dies bezeichnen wir als Resilienz.

In diesem Kurs geht es darum, Methoden und Interventionen kennenzulernen zu erproben, die helfen können, traumatisierte Kinder, Jugendliche oder Erwachsene im Beratungskontext darin zu unterstützen, dass ihre erlebten Traumata integriert werden können. Das Ziel hierbei ist immer die Selbstkontrolle und Selbststeuerung, unsere Haltung ressourcenorientiert und wertschätzend.

Hierfür stehen aus der Trauma-Arbeit viele integrative, systemische und lösungsfokussierte, sanfte Methoden und Interventionen bereit. Aus diesem Pool wollen wir zielgruppen- und bedarfsgerecht eine Auswahl vorstellen und die Teilnehmenden einladen zur praktischen Erprobung.

Themen:

  •  Basiswissen Bindung & Trauma
  • Beziehungsgestaltung zwischen Helfenden und Traumatisierten
  • Menschliche Grundbedürfnisse aus neurowissenschaftlicher Sicht
  • Systemische Trauma-Diagnostik
  • Debriefing bei Akut-Trauma
  • Systemisch-lösungsfokussierte Methoden zur Integration traumatischen Erlebens (z.B. Familien-Collage, Brief aus der Zukunft, Vierfelder-Schema, Bildschirm-Technik, Lösungsgeometrisches Interview, BASK-Modell usw.)

 

Methoden:

Kurz-Inputs, Praxis-Übungen, Fall-Arbeit und Erproben der vorgestellten Methoden, Feedback

Dauer: 2 Tage

Leitung: Dr. Ariane Bentner oder Susanne Gronki

 

Trauma-Basics 3: Komplexe Traumata und dissoziative Störungen

Chronische oder frühkindliche Traumatisierungen hinterlassen immer Spuren im Leben, die sich oft erheblich beeinträchtigend auf die Gegenwart und Zukunft der betroffenen Menschen auswirken. Das Funktionieren im Alltag ist häufig stark von Phänomenen geprägt, die das Überleben sicherten. Diese sollten Helfende  und Beraternde kennen und berücksichtigen, um unterstützend tätig sein zu können.

In diesem Vertiefungskurs werden Arbeitshypothesen erläutert zum besseren Verstehen dieser Art von Überlebensstrategien und zum besseren Umgang mit so schwer betroffenen Menschen.

Die in den beiden vorherigen Grundkursen erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten werden in diesem Kontext betrachtet, ergänzt und erprobt.

Themen:

  •  Basiswissen komplexe Traumata und dissoziative Störungen
  • dissoziative Symptome (auch körperlicher Art)
  •   wichtige Bedürfnisse der Betroffenen zur Stabilisierung
  •  Schwierigkeiten im Umgang mit dissoziativ funktionierenden Menschen
  •  Praxisübungen zur Stabilisierung und Ressourcenaktivierung
  • Vorsicht bei  „Helfersyndrom“ und Vicarious Trauma (nachempfundenes, stellvertretendes Trauma)
  •  Lösungsfokussierte Haltung im Umgang mit schwer traumatisierten Menschen

 

Methoden:

Kurz-Inputs, Praxis-Übungen zur Stabilisierung und Wahrnehmungsschulung für Ressourcen, Fall-Arbeit, Feedback

Dauer: 2 Tage

Leitung: Dr. Ariane Bentner oder Susanne Gronki

 

Die Referentinnen:

Dr. Ariane Bentner, Dipl. Päd. Supervisorin (IGST), Organisationsberaterin (MZSG), Lehrende für Systemische Beratung (DGSF, Weiterbildung in Lösungsfokussierter Psychotraumatologie (Syst München), mehrjährige Erfahrung in der Beratung von Frauen mit Gewalterfahrungen sowie von traumatisierten Führungskräften

Susanne Gronki, Dipl. Sozialpädagogin, geb. 1967, Heilpraktikerin Psychotherapie; Gesprächstherapie nach C.Rogers,NLP Coach, Selbstbehauptungstrainerin, systemische Supervisorin. Langjährige Berufserfahrung mit Leitungstätigkeit in sozialen und kommunalen Einrichtungen; seit 2003 Coach und Therapeutin, seit 2004 Referentin und Dozentin, seit 2011 in Bonn in eigener Praxis als Therapeutin nach dem Heilpraktiker Gesetz, systemische Supervisorin und Referentin mit den Themen Traumapädagogik und Essstörungen tätig, Mitglied im AK Trauma und System der DGSF, Mitarbeiterin im Bonner Zentrum für Essstörungen

Kosten:

Wenn Sie eine Inhouse-Fortbildung planen, kommen wir zu Ihnen und es können bis zu 24 Personen teilnehmen. Der Tagessatz hierfür liegt bei 1.200 € zzgl. MwST. und Fahrtkosten/Hotelübernachtung. Pro 2-Tages-Kurs wären das also dann 2.400 € zzgl. MwST. und Fahrtkosten/Hotelübernachtung.

Wenn Sie alle 4 Bausteine für Ihre Teams buchen wollen, liegen die Kosten für die 8 Tage bei 9.600 € zzgl. MwST und Fahrtkosten/Hotelübernachtung.

Sollen mehr als 24 Personen teilnehmen, steigt der Tagessatz auf 1.500 € zzgl. MwST. und Fahrtkosten/Hotelübernachtung.

Noch eine Bitte: für eine angenehme Lernatmosphäre bei diesem für viele heiklen Thema sind uns angemessene Tagungsräume möglichst nicht am Arbeitsplatz der Teilnehmenden wichtig.

Krisenintervention & lösungsorientierte Trauma-Arbeit
(offenes Angebot)

Dieses offene Fortbildungsangebot bieten wir aufgrund der großen Nachfrage von Einzelnen in Darmstadt an. Es richtet sich an psychosozial Helfende und Beratende aus den Bereichen ASD, Interkulturalität, Umgang mit Geflüchteten, Jugendhilfe usw.  Wir vermitteln interdisziplinär theoretisches Hintergrundwissen zum Thema Trauma verbunden mit praktischen Methoden und Interventionen aus dem systemisch-lösungsorientierten Ansatz zum Umgang mit Menschen, die möglicherweise besonders starke Belastungen erlebt haben oder noch erleben müssen.

Wir starten zunächst mit dem ersten Baustein Trauma-Basics 1 als offenes Seminar in Darmstadt. Bei entsprechender Nachfrage können wir auch die aufbauenden Kurse peu a peu einrichten.

 

Trauma-Basics 1: Krisenintervention & Trauma-Arbeit

Was ist eigentlich (k-)ein Trauma? Woran kann ich als haupt- oder ehrenamtlich Helfende(r) erkennen, dass mein Gegenüber möglicherweise etwas Schlimmes erlebt hat? Wie soll ich mich dazu verhalten? Und wie kann ich trotz kultureller Fremdheit, und manchmal unerwartetem Beziehungs-Verhalten meiner Klienten eine unterstützende Arbeitsbeziehung so aufbauen und stabilisieren, dass es für alle Beteiligten stimmig und hilfreich ist?

Die noch junge systemisch-lösungsfokussierte Trauma-Arbeit fokussiert darauf, dass wir es in der psychosozialen Praxis sehr viel häufiger mit Traumatisierungen zu tun haben, als uns klar ist. Gleichzeitig verfügen traumatisierte Klienten oft über enorme Kompetenzen und Ressourcen im Sinne ihrer Überlebenskraft (Resilienz), mit der wir sehr gut arbeiten können.

Hier wird veranschaulicht, welche Arten von Traumata es gibt, wie sich zeigen, wie wir sie „lesen“ lernen können und wie wir traumatisierten Menschen professionell so helfen können, sich zu stabilisieren, dass sie ihre aktuellen Krisen bestmöglich bewältigen und zur Ruhe kommen können. Dabei geht es auch darum, wie wir eine optimale, die Helfenden schützende und auch ihre Bedürfnisse achtende Beziehung zum Klienten aufbauen können. Haltungen, Konzepte und Methoden aus der systemisch-lösungsfokussierten Trauma-Arbeit werden vorgestellt und können erprobt werden.

Themen:

  • Basiswissen Trauma & Resilienz als 2 Seiten einer Medaille
  • Basiswissen Krisenintervention & Trauma – was tun, was lassen?
  • Das Toleranz-Fenster zum Verständnis traumatisierten Verhaltens
  • Was passiert im Gehirn, wenn ein Trauma geschieht?
  • Praxis-Übungen zur Stabilisierung von Traumatisierten und Nicht-Traumatisierten
  • Wie können Helfende im Trauma-Kontext sich wirksam abgrenzen und schützen?

Methoden:

Kurz-Inputs, Praxis-Übungen zur Stabilisierung & Krisenintervention, Fall-Arbeit und weitere Interventionsplanung, Feedback

Leitung:

Dr. Ariane Bentner oder Susanne Gronki

Kosten:

300 € zzgl. MwSt